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Aktuelles aus der Wildtierstation

Tolle Spendenaktion

Eine tolle Aktion zur Unterstützung unserer Wildtierstation hat sich die Eigenheimervereinigung Brendlorenzen e.V. ausgedacht. Die Eigenheimervereinigung spendet in diesem Jahr für jedes neue Mitglied 20 Euro an unsere Station. Dafür ein herzliches Dankeschön! Und natürlich wünschen wir den Eigenheimern viele neue Mitglieder.

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Sinnstiftend

Theresa Kneuer,
Theresa Kneuer, 2. Vorsitzende der Wildtierstation Rhön-Saale e.V., spricht vor den Gästen über das Projekt "ZEWINA".

Gestern bekam die Gemeinde Sandberg hohen Besuch aus München. Staatsministerin für Arbeit, Familie und Soziales, Kerstin Schreyer, war vor Ort um sich mit den Bürgern über „Engagierte Verbesserung der sozialen Lebensbedingungen in einem strukturschwachen Gebiet wie der Rhön“ auszutauschen. Im Rahmen dieser Veranstaltung, durften wir unser neues Projekt ZEWINA vorstellen und berichten, wie wir künftig auch ältere und beeinträchtigte Menschen in dieses Projekt miteinbeziehen wollen. Dabei geht es uns nicht darum, ältere Menschen einfach nur zu beschäftigen – unser Hauptaugenmerk liegt darauf, ihnen eine wirklich sinnstiftende Tätigkeit zu geben. Damit Menschen nicht nur ‘Teil-HABEN“, sondern Teil-SIND“.
Für uns war es ein sehr interessanter Abend, bei dem vor allem die Bürger zu Wort gekommen sind.
Viele Bedürfnisse, aber auch tolle Ressourcen kamen zum Vorschein. Und die Erkenntnis, dass es in strukturschwachen, ländlichen Gebieten wie der Rhön ohne Ehrenamt und Zusammenhalt nicht geht. Wir hoffen, dass wir mit dem Projekt „ZEWINA“ zukünftig unseren Teil dazu beitragen können, junge, alte und beeinträchtigte Menschen ein Stück mehr in unsere Mitte zu nehmen.

Neuer Name, neue Anschrift

Das vergangene Jahr war für uns alle ein anstrengendes Jahr mit vielen großen Veränderungen. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir bereits über 300 Wildtiere und -Vögel in unserer Station in Roth betreut. Neben den bereits bekannten Wildtierarten, haben wir im vergangenen Jahr auch viele neue Arten erstmalig aufgenommen und erfolgreich rehabilitiert. In unserer Jahreshauptversammlung 2019 haben wir daher beschlossen, was längst überfällig war:
Künftig trägt unser Verein den Namen:

Wildtierstation Rhön-Saale e.V.

Unsere Anschrift lautet nun: Unsere neue Telefonnumemr lautet: Unsere Notfallnummer: Und eine neue E-Mail Adresse haben wir auch!
Wildtierstation Rhön-Saale e.V.
Küppelstraße 3
97657 Kilianshof
09701 / 907 900 6 0171 / 515 906 4 info@zewina.de

Der Augenblick der Wahrheit ...

... kam nach fünf Wochen für unseren Mäusebussard „Kiru“. Anfang Dezember 2019 hatten wir ihn von der Tierarztpraxis Dolze übernommen. Was ihm zugestoßen ist, das können wir nur vermuten. Das Röntgenbild machte aber wenig Hoffnung. Zu kompliziert schien der Bruch des Unterschenkels zu sein. Eine Operation war nicht möglich. Trotz der schlechten Prognose entschieden wir uns, ihm eine Chance zu geben. Wir fertigten ihm eine individuelle Schiene an und gaben ihm zwei Tage, um zu sehen, ob die Klauen wieder durchblutet würden und ob der Greifreflex zurückkehren würde.

Wir die Geschichte ausgegangen ist, könnt Ihr hier lesen.

Auch 2020 - keine Aufnahmegebühr!

Dass ist leider nicht mehr selbstverständlich. Vielerorts sind unsere Kollegen auf Grund fehlender staatlicher Unterstützung bereits gezwungen, pauschale Aufnahmegebühren für hilfsbedürftige Wildtiere zu erheben. Der Bayerischen Landtag hat erst jüngst ein Antrag auf staatliche Unterstützung für Wildtierstationen wie der unseren abgewiesen. Trotzdem wollen wir auch in Zukunft, getreu dem Motto "Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen" Bürgern unserer Region eine kostenfreie Anlaufstelle für Wildtiernotfälle bieten.

Daher sind wir auch im kommenden Jahr wieder auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir Sie unserer Wildtierstation helfen können, erfahren Sie hier.

Mehr als Tausend Tiere

Geahnt und gefühlt haben wir es irgendwie schon, geglaubt so richtig aber nicht. Deshalb haben wir mal nachgerechnet. Und in der Tat - wir sind vierstellig. So ziemlich genau bei 1.200 endet unsere Liste. Eintausendzweihundert Tieren konnten wir seit unserer Gründung helfen. Dabei waren unsere Anfänge eher bescheiden. Damals, 2013, als wir mit unserer Arbeit begannen. 20 Tiere im ersten Jahr, schon 50 im zweiten Jahr. Irgendwie hatten wir eine „Marktlücke“ gefunden, auch wenn dieser Begriff hier denkbar unpassend ist, denn unsere Arbeit ist komplett ehrenamtlich. Die Anzahl der Tiere, die zu uns gebracht wurden, wuchs zusehends. 2019 waren es schon über 300 Tiere. Eine Umkehr dieses „Trends“ – um einen weiteren, nicht ganz so passenden Begriff zu verwenden – ist nicht abzusehen. Gut, dass wir in Kilianshof eine neue, größere Bleibe für unsere Station gefunden haben.

Mit offenen Armen empfangen

Keine Lust auf Winterschlaf:
Keine Lust auf Winterschlaf: Unser Igelmännchen, Sir Henry, will einfach nicht in den Winterschlaf.

Zu viele Patienten oder zu wenig Platz. Egal wie man es betrachtet, unser altes Domizil platzte aus allen Nähten. Damit wir die immer weiter steigende Anzahl verletzter, verwaister oder in Not geratener Wildtiere und Vögel versorgen können, mussten wir nach einer neuen Bleibe für uns, unsere Station und unsere Schützlinge suchen. Schneller als gedacht war diese gefunden. Unterhalb des Kreuzberges, im kleinen Weiler Kilianshof, einem Ortsteil von Sandberg (Rhön) fanden wir ein leerstehendes Haus mit einer großen Scheune. Oder anders gesagt: Viel Platz und noch viel mehr Arbeit.
Im Herbst 2019 sind wir umgezogen. Von da an hieß es, arbeiten, arbeiten, arbeiten. Es hieß aber auch, Anträge stellen, Sponsoren suchen, Behördengespräche, Verwaltungsarbeit – und einige Tier waren auch noch da, die gepflegt werden wollten. Vor allem einige unserer Igelkinder wollten partout nicht in den Winterschlaf. Zwei Bussarde, die nach einem Zusammenstoß mit einem Auto bei uns eingeliefert wurden, bedürfen ebenso unserer Pflege wie ein Reh, dass mit Vergiftungserscheinungen zu uns kam.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Lokalzeitungen, die so umfangreich über unsere Arbeit berichtet haben.

Das Ziel heißt Freiheit

Mehr als nur einmal wurden wir bereits gefragt, was wir mit den Tieren machen, die zu uns gebracht wurden. Einen Wildpark gründen, zu unserer Freude behalten, weil viele Tiere ja so niedlich sind?
Weder das eine noch das andere ist auch nur annähernd richtig. Die Arbeit unserer Wildtierstation ist einzig und alleine darauf gerichtet, alle Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen, sobald sie die dazu erforderliche körperliche Verfassung wiedererlangt haben. Auch das Konzept eines Gnadenhofs, wie es dies für Haustiere gibt, ist bei Wildtieren keine Alternative. Jede Form von Gefangenschaft bedeutet für Wildtiere Stress. Diesen Stress aber wollen und müssen wir so gering wie möglich halten, daher werden wir alle Tiere nach ihrer Genesung wieder zurück in ihren Lebensraum bringen.

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